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  1. #1
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    BiBu-Prüfung IHK nach Abschluss zu Dipl. Finanzwirt (FH) in meinem Fall sinnvoll?

    Hallöchen,

    bin neu hier und hoffe auf eine objektive Meinung zu unten stehender Frage

    Kurz zu mir:

    - Abschluss zur Dipl. Finanzwirtin (FH) 2007 / keine Übernahme in die Finanzverwaltung
    - Berufliche Tätigkeit als WP-Assistentin in einer StB/WP Kanzlei v. 2007 - 2010 / u. a. auch Erstellung von StE und JA
    - Elternzeit 2010 - Heute

    Tatsache ist, dass ich schon jahrelang aus der Materie draußen bin und unbedingt eine Art "Auffrischung" machen muss. Könnte mir gut vorstellen, in Zukunft komplett in die Buchhaltung zu gehen, da es eine Tätigkeit ist, die gut in Teilzeit ausgeübt werden kann und gut mit Familie vereinbar ist (auch durch evtl. Möglichkeit zum Home-Office).

    Jetzt stellt sich mir die Frage: brauche ich dringend eine frische Qualifikation oder hätte ich auch mit meinem derzeitigen Lebenslauf wohl Chancen auf dem Arbeitsmarkt? Im Grunde habe ich drei Möglichkeiten:

    1. Auffrischung im Selbststudium, keine Prüfung bei der IHK
    2. Auffrischung im Selbststudium, Prüfung
    3. Auffrischung mit Lehrgang, Prüfung

    Was ich mich frage ist, ob ich die Kosten für Lehrgang und Prüfung sparen könnte, da mein Abschluss mich durchaus zu eine Tätigkeit in der Buchhaltung "berechtigt". Möchte mich auch nicht unter Wert verkaufen. Auf der anderen Seite besteht meine fachliche Unsicherheit nach der Auszeit. Schwierig.

    Würde mich auf eure Einschätzungen freuen!

  2. #2
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    Hi Carina,

    nach der neuen Prüfungsordnung sind die sieben Handlungsbereiche (IFRS mal außen vor gelassen):

    1.) Geschäftsvorfälle erfassen und nach Rechnungslegungsvorschriften zu Abschlüssen führen
    2.) Jahresabschlüsse aufbereiten und auswerten
    3.) Betriebliche Sachverhalte steuerlich darstellen
    4.) Finanzmanagement des Unternehmens wahrnehmen, gestalten und überwachen
    5.) Kosten- und Leistungsrechnung zielorientiert anwenden
    6.) Ein internes Kontrollsystem sicherstellen
    7.) Kommunikation, Führung und Zusammenarbeit

    Ich denke über Punkt 3.) brauchen wir nicht reden, wobei die lst-lichen Sachverhalte wohl nicht Gegenstand des Dipl.-Studiengangs gewesen sind, oder?

    Beim Rest ist die Frage, was dir die Tätigkeit in der StB/WP Kanzlei gebracht hat.

    Eine zielgerichtet Vorbereitung auf die klausurrelevanten Themen in den weiteren Handlungsbereichen stelle ich mir autodidaktisch schwer vor.

    Da differieren die Berufsbilder des Finanzbeamten und des Bilanzbuchhalters doch schon.

    Wäre ein Steuerberater-Lehrgang keine Alternative mit dem Vorlauf?


    Schönen Abend,


    Schutte

  3. #3
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    Ich persönlich würde mich einfach mal so bewerben. Man kann in der Bewerbung oder im Gespräch explizit darauf eingehen, dass man natürlich gerne den Bibu noch machen würde, wenn dies gewünscht ist. Dann besteht sogar die Chance, dass die Kosten (teilweise) übernommen werden und/oder eine zeitliche Arbeitsbefreiung für den Kurs gewährt wird.
    Dieser Beitrag stellt keine individuelle rechtliche Beratung dar, sondern gibt lediglich die geistige Verfassung des Verfassers wieder.

    Bundesgeschäftsführer eines e.V.

  4. #4
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    Da gerade in den StB/WP-Kanzleien immer "händeringend" Personal gesucht wird und man bei Deinem bereits vorhandenen Abschluss sicherlich von Fachkraft sprechen kann würde ich es einfach mal ausprobieren. - Oder auch eine Bewerbung an die Finanzverwaltung schicken.

    Ansonsten die "üblichen" steuerlichen Auffrischungen über Seminare bei den Bekannten Anbietern besuchen - dann hat man auch den aktuellen Stand zur Hand.

    In welchen Bereich möchtest Du rein? Kanzlei oder Wirtschaft? Falls Du evtl das StB-Examen noch anstrebst wäre Kanzlei bezgl der Vorbehaltsaufgaben vermutlich sinnvoller.

    Für eine vernünftige Einschätzung fehlt noch die Information - wo möchtest Du hin?

    Gruß Bert.

  5. #5
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    Zitat Zitat von Schutte Beitrag anzeigen

    Wäre ein Steuerberater-Lehrgang keine Alternative mit dem Vorlauf?
    Aus Karriereaspekten wäre so ein Schritt natürlich naheliegend. Denke mit genügend Ehrgeiz wäre das auch machbar. Aber ich muss gestehen, dass mir dazu schlichtweg die Ambitionen fehlen. Zum einen schwebt mir keine Tätigkeit in einer Kanzlei od. Selbstständigkeit vor (um nebenbei noch Berts Frage zu beantworten ) und zum anderen würde ich mir das mit drei kleinen Kindern (6, 5 und 2) nicht aufbürden wollen. Da würden zu viele private Bereiche leiden, die mir wichtiger sind. Nein, der Zug ist abgefahren und das ist vollkommen okay so!!

  6. #6
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    Zitat Zitat von buendisch Beitrag anzeigen
    Ich persönlich würde mich einfach mal so bewerben. Man kann in der Bewerbung oder im Gespräch explizit darauf eingehen, dass man natürlich gerne den Bibu noch machen würde, wenn dies gewünscht ist. Dann besteht sogar die Chance, dass die Kosten (teilweise) übernommen werden und/oder eine zeitliche Arbeitsbefreiung für den Kurs gewährt wird.
    Das ist auch die Meinung bzw der Rat meines Mannes...aber ich bin unsicher. Es klafft eine Lücke von bereits 7 Jahren und ich habe sicher auch etliche Grundlagen verdrängt. Bin nicht so der Typ der irgendwo hinkommt und sagt: "Hallo hier bin ich" und von Tuten und Blasen keine Ahnung hat. Mehr Schein als Sein mag ich nicht. Aber vielleicht muss ich in der Hinsicht an mir arbeiten und selbstbewusster werden...andererseits möchte ich realistisch bleiben und dem Arbeitgeber signalisieren, dass ich mir im Vorfeld Gedanken gemacht habe und mich auf eigene Kosten forgebildet habe. Macht ja auch nen guten Eindruck, denke ich...

  7. #7
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    Zitat Zitat von Bert82 Beitrag anzeigen
    Da gerade in den StB/WP-Kanzleien immer "händeringend" Personal gesucht wird und man bei Deinem bereits vorhandenen Abschluss sicherlich von Fachkraft sprechen kann würde ich es einfach mal ausprobieren. - Oder auch eine Bewerbung an die Finanzverwaltung schicken.

    Ansonsten die "üblichen" steuerlichen Auffrischungen über Seminare bei den Bekannten Anbietern besuchen - dann hat man auch den aktuellen Stand zur Hand.

    In welchen Bereich möchtest Du rein? Kanzlei oder Wirtschaft? Falls Du evtl das StB-Examen noch anstrebst wäre Kanzlei bezgl der Vorbehaltsaufgaben vermutlich sinnvoller.

    Für eine vernünftige Einschätzung fehlt noch die Information - wo möchtest Du hin?

    Gruß Bert.
    In die Finanzverwaltung würden mich keine 10 Pferde mehr kriegen, so "angenehm" manche Rahmenbedingungen auch sind.

    Wo möchte ich hin? Gute Frage...ich hätte z.B. außerordentlich Lust daran, in einem Unternehmen mitzuarbeiten, das ein Produkt oder eine Dienstleistung anbietet, das / welche mich fasziniert. Ich möchte selbst hinter dem Unternehmen stehen können und dabei auch den ideellen Nutzen für andere sehen. Möchte das Unternehmen vielleicht sogar ein Stück mitformen, auch wenn mir nur eine Teilzeit-Arbeit oder ein Heimarbeitsplatz möglich ist. Aber zum Glück gibt es immer mehr flexible Arbeitszeitmodelle, die ein gewisses Nomadentum zulassen. Es gibt so viele tolle neue Start-Ups mit grandiosen, innovativen Ideen...vielleicht in Richtung Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Achtsamkeit, Soziale Gerechtigkeit, und und und...hört sich jetzt ein bisschen episch an, aber für DIE würde ich gerne die Buchhaltung machen :-)

  8. #8
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    Bezüglich Unternehmensgründungen (aka start-ups) kann Dein Wissen um die Basics in der Verwaltung für diese ein gutes Argument sein. Wie schon zuvor geschrieben, bring Dich in den "wichtigen" Bereichen mit ein oder zwei Seminaren auf einen aktuellen Stand bzw direkt bewerben.

    Evtl kannst Du ja ein Jahr in einer StB-Kanzlei unterkommen (als Elternzeitvertretung o.ä.) um in den ganzen Stoff wieder rein kommen und bewirbst Dich dann aus dem bestehenden Arbeitsverhältnis raus. Mit etwas Glück lässt sich auch eine passende Flexibilität bezgl Deiner Kinder erreichen.

    Versuche es einfach mal mit einer Bewerbung und dann entsprechend etwas pokern um 110-120% deines Preises (Gehalt, kleine Seminare, ggf Fortbildung BiBu). Es muss ja nicht beim ersten Mal klappen, aber Du hast mit der Situation Dich zu verkaufen im Vorstellungsgespräch dann ein wenig "Tranining" gehabt.

    Gruß Bert

    PS
    Aus welcher Gegend kommst Du Großstadt, Metropolregion oder ländlich? (gerne per PN)

  9. #9
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    Versuchts doch mit als Beratungsstellenleiter für einen Lohnsteuerhilfeverein. Hab da selber probiert. Hat aber leider nicht geklappt, da ich nicht beim Steuerberater gelernt habe und nur in der freien Wirtschaft gearbeitet habe.

    Du würdest die Voraussetzungen auf jeden Fall erfüllen und man kann gutes Geld von zu Hause verdienen.
    Alternativ im öffentlichen Dienst bewerben, da gibt es genug Stellen für Dipl.-Finanzwirte (FH)... das muss nicht unbedingt das Finanzamt sein.

    Beste Grüsse

  10. #10
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    Lohnsteuerhilfeverein ist sicher auch ne Alternative. Danke für den Hinweis!
    Und stimmt, nach Stellen im öffentlichen Dienst könnte ich auch die Augen offen halten. Gestaltet sich etwas schwieriger, wenn man ländlicher wohnt, sprich die offenen Stellen rar sind und die Fluktuation eher gering. Mal wachsam bleiben.

    Danke jedenfalls für die Antwort!

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